Michael Weigel - Bilder vom Meer


Salzige Luft, Wellen schlagen, Wolken ziehen, unendliche Weite von Himmel und Meer - die Faszination des Meeres hat Michael Weigel (geb. 1973 in Hessen) zur Malerei und auch an die Ostsee geführt. Seit 15 Jahren setzt der Künstler sich mit den vielfältigen Atmosphären der Meere auseinander. Von Anfang an bewegten ihn Fragen nach Herkunft und Schönheit der Natur. Diesen Fragen ist Weigel unter anderem im Rahmen kunstpraktischer und theoretischer Studien zur Ästhetik von (Meeres)Landschaften nachgegangen – über Naturästhetik hat er promoviert. Nach mehrjähriger universitärer Lehr- und Forschungstätigkeit zuletzt zur Theorie des Bildes/ Bildinterpretation hat Michael Weigel seine universitäre Anstellung gekündigt, um sich ganz der praktischen Seite der Kunst, nämlich seiner Malerei, zu widmen.



Bekannt wurde Michael Weigel insbesondere durch seine Breitformate, mit denen er die Weite von Meeres- und Himmelslandschaften erfasst. In der maritimen Gegenwartskunst sind seine atmosphärischen großformatigen Meeresbilder in ihrer Schlichtheit und gestalterischen Konsequenz einzigartig. Weigels Arbeiten wurden in ca. 40 Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt (unter anderem auf Ausstellungsreisen nach St. Petersburg, Reykjavik, Helsinki, Kopenhagen oder Oslo), zuletzt auf der Internationalen Kunstmesse Salzburg, der Art Innsbruck und in der südlichen Karibik; eine Einladung als Gastkünstler führte ihn mit seinen Bildern nach Aruba, Grenada und Barbados. In Deutschland werden Bilder von Michael Weigel in renommierten Galerien geführt, viele großformatige und aktuelle Arbeiten werden seit 2003 in seiner direkt an der Ostsee gelegenen Galerie im Maritim Strandhotel gezeigt.

Weigels Arbeitsweise entspricht einem traditionellen Vorgehen. Ausgehend von Skizzen und Studien erarbeitet er zuerst eine vorläufige Komposition der Flächen und Linien. Im weiteren Arbeitsprozess ordnet er – meist aus der Vorstellung heraus – die Farben zu. So zielen seine Bilder nicht zwingend auf die naturgetreue Wiedergabe eines Motivs, sondern sind Ergebnisse der Reflexion der an vielen Orten erlebten und geliebten Meeresnatur. Schönheit und Faszination der Meeresnatur veranlassen den Künstler dabei zur Frage nach Ursprung und „Konstrukteur“: Inwiefern verweist die Natur auf einen Schöpfer?


Die Göttlichkeit Gottes

leuchtet in allen Kreaturen

als die Wahrheit

eines gespiegelten Bildes.


Nicolas von Kues (1401 - 1464)